Fiktives Interview III: "Und was schreiben Sie so?"

(Óbidos, Portugal, Juni 2014)

Was mich zunächst einmal zum Schreiben bewegt:

Der Spaß am Schreiben selbst: Sätze basteln, Formulierungen komponieren, Texte schleifen. Und dann zum guten Schluss die Freude, wenn anderen das Ergebnis gefällt! Das tut es natürlich nicht immer, aber muss es ja auch nicht. ;-)

Was mich beim Schreiben inspiriert:

Im abstrakten Sinne Schicksale, Lebensentscheidungen und Träume. Ganz konkret können es auch nur Äußerungen, Äußerlichkeiten oder Innerlichkeiten von Menschen sein. All das pflanze ich dann an Orte, deren Natur oder deren Atmosphäre einen besonderen Eindruck bei mir hinterlassen haben.

Worüber ich schreiben kann:

Über alles, was jemanden weglocken, antreiben, zum Schreiben bewegen, auf die Palme bringen, sich fremdschämen oder sich kaputtlachen lässt.

Wie ich schreibe:

Gern auch mal in langen Sätzen. (Also nicht wie letzterer jetzt, zum Beispiel, der - so glaube ich aufrichtig - vermutlich als eins der schlechteren Exempel dafür gelten müsste, welch satzstrukturellen, formulatorischen sowie gedanklichen Verrenkungen und Exkurse ich zuweilen ins textbauliche Feld führe, um meiner geneigten Leserschaft nahezubringen, was nun einmal rundheraus und kurzerhand gesagt werden muss. So wird ein Schuh draus!)

Vom Stil her...

... manchmal eher extrovertiert: ironisch bis sarkastisch, komisch bis amüsant;

...zuweilen aber auch introvertiert: still und poetisch.